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NET2106 - Manual |
1. Einführung
2.Inbetriebnahme
3.Download
4.„Stand-alone“ Programme
5.Ethernet-Modul
6.RTC
7.SPI-Flash
8.JTAG
9.Steckerbelegung
10.Hardwarespezifische Programmbeispiele
1.Einführung
NET2106 ist rund um den Controller LPC2106 von Philips aufgebaut. Zusätzlich wurden auf der Platine noch folgende Komponenten untergebracht:
Eine RTC (DS1629, Dallas) mit Temperatursensor und 32 Byte RAM, die mit einer Stützbatterie versehen werden kann.
Ein AD-Wandler (TLV2556, TI) mit 12Bit Auflösung und 11Kanälen.
Ein FLASH-Speicher bis zu 1MByte Größe.
Die Steckverbinder im 2mm-Raster zur Aufnahme des Ethernetmoduls (NM7010A, WIZnet).
2.Inbetriebnahme
Das Entwicklungspaket wird in zwei Varianten ausgeliefert.
Entweder mit der Basisplatine (BASE2), auf die NET2106 aufgesteckt wird (siehe Handbuch BASE2). In diesem Fall überspringen Sie bitte den folgenden Absatz.
Oder mit zwei angelöteten Litzen. Net2106 wird mit 3,3Volt Gleichspannung stromversorgt. Die Betriebsspannung muss im Bereich 3,0V – 3,6V liegen. Blau ist GND (Masse), rot ist 3,3V. Vorsicht bei Spannungen über 5,5V kann die Elektronik beschädigt werden! Die Stromaufnahme liegt deutlich unter 100mA. Die Kommunikation mit NET2106 erfolgt über RS232. Die Pegelwandlung TTL nach RS232 wird von einem IF-Modul (IF232) bewerkstelligt. Die IF232 gibt es in 5V und 3,3V Ausführungen. Für das NET2106 muss es eine 3,3V-Version sein.
Der Lieferumfang des NET2106-Entwicklungspakets besteht aus:
Einplatinencomputer NET2106
Ethernetmodul NM7010A
RS232-Modul IF232-3.3V oder BASE2(mit Stromversorgung und RS232)
Flachbandkabel
RS232 Kabel 9-9
CD-ROM mit den Handbüchern und der Entwicklungssoftware
Als erstes sollte die Entwicklungsumgebung ECO-C-arm auf einem PC mit RS232-Schnittstelle installiert werden. Danach kann die Verkabelung der RS232 vorgenommen werden, siehe Bild.
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Nachdem die Softwareinstallation und die Verkabelung erledigt sind, können Sie erste Programme übersetzen und auf NET2106 laufen lassen.
3 Download
Damit der Download über die RS232 möglich ist, muss der Controller in den Bootstrap-Mode gezwungen werden. Ab Werk ist P0.14 (ISP-Mode) über einen Kurzschlussstecker auf J1 an GND gelegt. Gegebenenfalls sollten Sie dies in Ihre Applikation einbauen.
Starten Sie ECO-C-arm.
Unser Ziel ist nun das Übersetzen und Ausführen eines kleinen C-Programms:
Als erstes legen wir ein Projekt an. Im Menue "Project" wählen wir "New Project". Der Projektname ist frei wählbar. Nun fügen wir das Beispiel blink.c zu diesem Projekt hinzu, Menuepunkt "Project-Project file list". Das Beispiel blink.c befindet sich im Verzeichnis samples.
Das Programm blink.c initialisiert den Timer0 so, dass dieser die LED an P0.16 im Sekundentakt blinken lässt. Der Vorgang läuft - nachdem er angestossen ist - selbständig ab.
Als Target wird NET2106 eingestellt. Menuepunkt "ECO-C-Settings" dann unter "Project" Target hardware NET2106 wählen.
Im Menue "ECO-C" finden wir den Menuepunkt "Rebuild all". Damit wird das Programm übersetzt.
Als letzten Schritt laden wir das Programm in unser Target und starten es, Menuepunkt "Terminal-Download". Um den Reset müssen wir uns nicht kümmern, der läuft automatisch ab. Das Terminal-Programm aktiviert dazu die DTR-Leitung (Sicht vom PC). Nach dem Download wird das Programm automatisch gestartet. Und - Zitat - "Sie blinkt doch".
Weitere Informationen finden Sie in der Online-Hilfe von ECO-C-arm. Die Oberfläche ist ähnelt der von WinECO-C und ist im WinECO-C-Handbuch beschrieben.
4 "Stand-alone" Programme
Nach dem Download ist das Anwendungsprogramm bereits fest im Flash des LPC2106 gespeichert. Die Zahl der möglichen Progammierzyklen liegt bei 100000.
Mit dem Jumper J1 wird festgelegt, in welchem Mode der Controller nach dem Reset startet:
Ist J1 gesteckt (standardmässig bei Auslieferung), startet der interne Flash Boot Loader,ist J1 offen, wird das Anwendungsrogramm im Flash gestartet.
Nachdem Ihr Programm "fertig" ist, können Sie J1 entfernen.
Der Flash Boot Loader ist fest im LPC2106 eingebaut. Wie er funktioniert, können Sie im LPC2106 User Manual unter "Flash Memory System and Programming" nachlesen.
ACHTUNG: Bei der Demo-Version ECO-C-arm kann das Programm nur im Bootstrap-Mode gestartet werden.
5. Ethernetmodul
Das Ethernetmodul (NM7010A, WIZnet) besteht aus dem Ethernetcontroller mit hardwired TCP/IP-Stack (W3100A), dem PHY (RTL8201BL, Realtec) sowie dem RJ45 mit Übertrager. An den LPC2106 wird das Ethernetmodul über IIC angeschlossen. Die Taktrate für das IIC beträgt 400kHz. Da ein grosser Teil der Arbeit für das Ethernet von dem W3100A geleistet wird ist der Durchsatz auf dem IIC Bus recht ordentlich. Ein "Ethernet Beispiel" für das NET2106 finden Sie hier. Die IIC Adresse des Moduls ist 0xf8 zum schreiben, 0xf9 zum .
6. RTC
Die RTC (DS1629, Dallas) kann "on board" mit einer Stützbatterie stromversorgt werden. Vorsicht: Die Grundeinstellung des DS1692 lässt die Temperaturmessung "defaultmässig" laufen! Die Stromaufnahme liegt dann in Richtung 1mA was die Batterie in weniger als 10Tagen vollständig entleert. Die Software sollte deshalb den Temperatursensor nach jeder Messung schlafen legen. Nützlich sind die 32Byte RAM in der RTC, in ihnen können Variable (z.B. für die gute Laborpraxis) stromausfallsicher aufbewart werden. Die IIC Adresse der RTC ist 0x9e.
7. SPI-FLASH
Als Datenspeicher kann das serielle FLASH (MX25L8008MI-15G, Macronix) Verwendung finden. Der SPI-Takt des FLASH kann bis zu 70MHz betragen. Leider lässt sicht das SPI beim LPC2106 nur bis maximal 7,5MHz takten.
8.JTAG
Mit Jumper2 (J2 gesteckt) wird der Debug-Mode aktiviert.
Die Signale der JTAG Schnittstelle gehen sowohl auf Stecker ST5 als auch auf Stecker ST41.
ST41 ist ein sehr klein bauender 10poliger Steckverbinder (TFM-105-01-S-D, Samtec) der über ein hochflexibles Kabel mit dem Debugger verbunden werden kann. Der Stecker im 1/20-Raster misst ca. 6mm x 10mm. Im Gegensatz dazu misst der sonst übliche 20polige Stecker im 1/10-Raster ca. 9mm x 33mm. Die eingesparte Fläche beträgt ca. 80%.
Stecker ST41 (JTAG)
Pin
Funktion
Alternative1
Alternative2
Alternative3
1
V33
2
P0.18
TMS
CAP1.3
3
GND
4
P0.20
TDI
MAT1.3
5
GND
6
P0.19
TCK
MAT1.2
7
GND
8
P0.21
TDO
PWM5
9
GND
10
P0.17
TRST
CAP1.2
9.Steckerbelegung
Stecker ST4
Pin
Funktion
Alternative1
Alternative2
Alternative3
1
P0.1
RxD0
PWM3
2
P0.0
TxD0
PWM1
3
reserviert
4
P0.14
DCD1
EINT1
5
P0.2
SCL
CAP0.0
6
P0.3
SDA
MAT0.0
7
P0.4
SCK
CAP0.1
8
P0.5
MISO
MAT0.1
9
P0.6
MOSI
CAP0.2
10
RTCK
11
GND
12
V33
13
P0.18
CAP1.3
TMS prim
14
P0.17
CAP1.2
TRST prim
15
P0.24
PIPESTAT1
16
P0.25
PIPESTAT2
17
P0.26
TRACESYNC
18
P0.27
TRACEPKT0
TRST sec
19
P0.28
TRACEPKT1
TMS sec
20
P0.29
TRACEPKT2
TCK sec
21
P0.30
TRACEPKT3
TDI sec
22
P0.31
EXTIN0
TDO sec
23
frei
24
P0.22
TRACECLK
25
P0.20
MAT1.3
TDI prim
26
P0.19
MAT1.2
TCK prim
27
P0.8
TxD1
PWM4
28
P0.21
PWM5
TDO prim
29
P0.10
RTS1
CAP1.0
30
P0.9
RxD1
PWM6
31
P0.12
DSR1
MAT1.0
32
P0.11
CTS1
CAP1.1
Stecker ST5
Pin
Funktion
Alternative1
Alternative2
Alternative3
1
Frei
2
frei
3
V33
4
ADC11
5
GND
6
ADC0
7
ADC7
8
ADC2
9
GND
10
ADC3
11
ADC4
12
ADC5
13
GND
14
ADC6
15
ADC8
16
ADC7
17
GND
18
ADC9
19
ADC10
20
frei
21
GND
22
reserviert
23
reserviert
24
P0.13
DTR1
MAT1.1
25
GND
26
P0.16
EINT0
MAT0.2
27
P0.17
CAP1.2
TMS prim
28
P0.18
CAP1.3
TMS prim
29
P0.19
MAT1.2
TCK prim
30
P0.20
MAT1.3
TDI prim
31
P0.21
PWM5
TDO prim
32
P0.7
PWM2
SSEL
Die Steckerbelegung IF232 finden Sie auf der Handbuch-CD oder hier.
Steckerbelegung Ethernetmodul.
Die Belegung finden Sie:
im Schaltbild NET2106
im Handbuch NM7010A.
10.Hardwarespezifische Programmbeispiele
Die Programmbeispiele finden Sie auf der Handbuch-CD oder hier.
www.mct.net: Products: Singe Board Computers: NET2106